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»Atmosphären ... Akkordeon«
Akkordeon-Konzert mit Ulrike Dangendorf
Musikalische Reise um den Globus
Samstag, 16. März 2002, 20.00 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus Hohenhameln,
Clauener Str. 1A
Bei Ulrike Dangendorfs Soloprogramm »Atmosphären …
Akkordeon« kommen die Zuhörer in den Genuß einer
Reise rund um die Welt.
Die temperamentvolle Musikerin verbindet in ihren Kom-
positionen die pulsierenden Rhythmen der Völker Ost-
europas sowie deren modale Melodik mit westlicher
Formenlehre.
Eindrücke italienischer, französischer, keltischer Musik
fügen sich ein und auch solche der Cajunmusik aus
Louisiana, deren keltisch-französischer Ursprung sich
zu einer ganz eigenen Variante des traditionellen Erbes entwickelt
hat.
Ulrike Dangendorf schöpft aus all diesen reichen Quellen
und formt daraus etwas ganz Neues, Eigenes, Mitreißen-
des. Es ist Musik voller Lebenskraft mit der ganzen Band-
breite menschlicher Gefühle und Stimmungen, verträumt, melancholisch,
gefühlvoll, fetzig, verspielt.
Kaum zu glauben, wie vielseitig, unkonve tionell und
spritzig die Künstlerin ihr Instrument zum Klingen bringt.
Erst nach Abschluß zweier Musikstudien für Klavier
und Schulmusik entdeckte sie für sich das Akkordeon.
Ein Zufallsfund bei einem Trödler löste »Liebe auf
den ersten Ton« aus, seither ist dieses Instrument für
Ulrike Dangendorf ihr ureigenstes Ausdrucksmittel.
Zu jeder ihrer Kompositionen weiß Ulrike Dangendorf interessant
zu berichten: Anekdotisches zur Entste-
hung des Stückes, Informationen zur Geschichte
dieses Musikinstrumentes.
Das moderne Piano-Akkordeon wurde um 1850 in
Europa entwickelt und trat im Gepäck armer Aus-
wanderer, die sich auf diesem Wege ein Stück
Heimat mitnehmen wollten, seinen Siegeszug an.
Balkanmelodien, Musik der Roma und Klezmerklänge
wanderten so rund um den Globus.
Dangendorfs eigenes Instrument stammt aus Italien,
und das Erlebnis eines dortigen Markttages zeitigte
eine lautmalerische Komposition, die lebhafte Bilder
im Kopf entstehen läßt.
Auch der »Regentanz«, Erinnerung an ein Musikfestival, dessen
Teilnehmer während sintflutartiger Regenfälle in
knöcheltiefem Schlamm tanzten, regt die Phantasie an,
sich genau dieses Bild vorzustellen.
Faszinierend auch, was veränderte Tonart und Rhyth-
mik aus einem wohlbekannten Kinderlied wie »Hänschen
klein« machen können! Das Publikum ist hingerissen
vom
Können der sympathischen Musikerin, ihrem Temperament,
ihrer Spielfreude und von der faszinierenden klanglichen
Vielfalt der Musik.
An diesem Abend kommen die Zuhörer sogarin den
Genuß einer Uraufführung: »Ith Suite«
heißt das Stück,
das zum ersten Mal öffentlich im Rahmen einer Veran-
staltung gespielt wird, eine Hommage der Komponistin
an den Ith, wo sie ihren Wohnsitz hat.
Die von Ulrike Dangendorf geschilderte Atmosphäre,
die wechselnden Stimm- lagen des Windes, all dies ist
zu hören; und obwohl die Künstlerin davon spricht,
daß neue Stücke nach Erprobung vor Publikum meistens
radikal gekürzt würden, wäre es um jeden Ton
schade,
der hier verloren ginge.
Abschluß des Konzertes bildet »Tango für
Mieke«, eine musikalische Beschreibung der Tochter der
Künstlerin,
nach deren Worten »ein sehr lebendiges Kind«,
was
unschwer zu hören ist.
Hoffen wir, daß Ulrike Dangendorf bald wieder in
unserer Region auftreten wird und wir in den Genu
ihrer ausdrucksstarken Darbietung kommen dürfen.
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