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Das Akkordeon wie eine menschliche Lunge

Neue Deisterzeitung 03. September 2003
Alexandra Seifert

Mal traditionell, mal eigenwillig:
Ein Akkordeon wie eine Lunge


Wittenburg. Sie selbst kann ihre Musik nicht in Worte
fassen. Ulrike Dangendorfs Soloprogramm »Atmo-
sphären ... Akkordeon«, eine vielseitige Zusammen-
stellung eigener Kompositionen, führte die Zuhörer
in der Wittenburger Kirche auf eine musikalische
Weltreise.

»I ch liebe diesen Raum«, strahlte Dangendorf in der
Kirche, die den zarten und starken Klängen ihres Akkordeons einen perfekten Klangraum bot.

Ihr Akkordeon vom Trödelmarkt, habe sie entdeckt,
gekauft, gespielt und sich verliebt. Das Geheimnis
des Instrumentes? »Luft«, war die schlichte Antwort.
Das Akkordeon sei wie eine menschliche Lunge, und
wer die Stimmbänder zum Klingen bringe, könne mit
ihr Geschichten erzählen, sprechen, lachen und jede
Stimmung anklingen lassen.

Von Gänsehaut
bis zum »Momentmal-Blues«

In ihre Kompositionen führte die internationale Preis-
trägerin mit zwei abgeschlossenen Musikstudien-
gängen mit ihrer weichen Stimme gefühlvoll ein:
eine Liebeserklärung an ihre Heimat, der Tanz der
Winde, ein Tag auf einem italienischen Markt oder
eine Zugfahrt durch osteuropäische Länder.

Manchmal melancholisch und mit Gänse hauteffekt,
manchmal lustig, wie beim »Halt-Stopp-Momen-
tmal-Blues«.

Oft auch fröhlich, zum mittanzen einladend. »Ich
war erleichtert, als ich merkte, dass meine Musik
die Zuhörer berührte und die Füße wippten«, gab
Dangendorf zu.

Nebenbei führte sie die Gäste nicht nur in die Welt
ihrer Empfindungen, sondern auch in die Geschichte
des Akkordeons, die Metrik und Tonsysteme ein.
Einmaliges Vorführobjekt: »Hänschen klein« in modaler
Tonart und siebenachtel Takt.

So schwebte ihre Musik zwischen Tradition und Eigen-
sinn. Sie verband alte osteuropäische, vorderasiatisch
und keltische Klänge zu etwas Neuem und gleichzeitig
Altem. Wie sie ihre Musik beschreiben soll?

» Ich bitte Sie um Vorschläge«, bat Dangendorf das
Publikum. Im Gästebuch steht es nun Schwarz auf
Weiß von Anneliese Klender: »Eine Musik, die lebt
und zu Herzen geht.«

 

Ulrike Dangendorf zaubert luftige »Atmosphären«
in die Kirchenakustik
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